Mission und Vision

Brückenbauer für die Arbeitsmarktforschung

Das IZA ist ein Brückenbauer für die Arbeitsmarktforschung. Wir spannen den Bogen von der Wissenschaft in die Gesellschaft und transportieren relevante Erkenntnisse über die Arbeitswelt in Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft. Das Institut ist die zentrale Plattform für ein globales Netzwerk von exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die mit uns an einem ökonomisch fundierten Verständnis der Funktionsweise von Arbeitsmärkten und Arbeitsmarktpolitik arbeiten. Wir unterstützen den wissenschaftlichen Nachwuchs auf dem Weg an die akademische Spitze und leisten so unseren Beitrag zur Etablierung der Arbeitsmarktforschung an den Hochschulen.

Gegründet wurde das IZA 1998 in Bonn. Gefördert durch die Deutsche Post Stiftung, arbeitet hier ein hochqualifiziertes Team an Fragen zur Zukunft der Arbeit und liefert Antworten, wie Beschäftigung und soziale Teilhabe nachhaltig gesichert werden können. Wir leisten Grundlagenforschung, wissenschaftliche Politikberatung und aktiven Wissenstransfer. Dabei sind wir der Unparteilichkeit und guter wissenschaftlicher Praxis verpflichtet.

Neutraler Makler zwischen Wissenschaft und Gesellschaft

Uns treibt die Überzeugung an, dass exzellente Arbeitsmarktforschung gesellschaftlich relevant ist. Die Bedeutung und Tragweite ihrer Erkenntnisse sichtbar zu machen, ist zentraler Auftrag für das IZA. Deshalb leisten wir einen umfassenden aktiven Wissenstransfer, der sich an die Zielgruppen im Dreieck Bürger-Unternehmen-Politik richtet. Hierzu gehört eine transparente und wertneutrale Politikberatung. Eigen- und drittmittelfinanziert bringen wir inhaltlich und methodisch innovative Projekte auf den Weg. Wir entwickeln die Forschungsagenda am IZA kontinuierlich weiter, um differenzierte Antworten auf neue gesellschaftlich dringliche Arbeitsmarktfragen geben zu können.

Das Flaggschiff unserer Wissenschaftskommunikation ist die IZA World of Labor, eine einzigartige multimediale Enzyklopädie des aktuellen Wissens der Arbeitsökonomie. Hier bringen wir gemeinsam mit unseren Expertinnen und Expertinnen die Forschungserkenntnisse zu einer Fülle von in der Gesellschaft oftmals kontrovers diskutierten Arbeitsmarktthemen auf den Punkt – verständlich, handlungsorientiert und ausgewogen. Mit seinen Initiativen zur sachlichen Aufklärung der Öffentlichkeit über Arbeitsmarktthemen überwindet das IZA die verbreitete Kluft zwischen Praxis und Forschung und arbeitet Glaubwürdigkeitsproblemen der Wissenschaft entgegen.

Globales Exzellenzcluster der Arbeitsmarktforschung

Das IZA hat sich als die international führende Plattform etabliert, die Spitzenforschung in allen Bereichen der Arbeitsökonomie vernetzt und verbreitet. Wir stärken mit einem weltumspannenden Netzwerk von über 1.300 ausgewählten Research Fellows, die sich durch die Exzellenz und Relevanz ihrer Forschung auszeichnen, die Kooperation innerhalb der Fachwelt und den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis.

Thematisch fokussierte Programmbereiche geben dem Forschungsnetzwerk des IZA klare Konturen. An ihrer Spitze stehen renommierte Forscherpersönlichkeiten, die eine prägende Rolle in ihrem Fachgebiet einnehmen. Sie setzen inhaltliche Schwerpunkte und organisieren den Dialog über innovative Fragestellungen und Methoden. So bewegt sich das IZA immer am Puls der internationalen Arbeitsmarktforschung.

Dieser Puls schlägt besonders stark in den IZA Discussion Papers. Sie sind die anerkannte Referenz für alle, die sich für die aktuellen Entwicklungen der internationalen Arbeitsmarktforschung interessieren. In der Reihe erscheinen jedes Jahr rund 800 Fachaufsätze von Mitgliedern unseres Forschungsnetzwerks. Sie machen neuestes Fachwissen öffentlich zugänglich, noch bevor es in wissenschaftlichen Zeitschriften erscheint, und bringen so wichtige Debatten frühzeitig in Gang.

Das Institut baut Netzwerkstrukturen, die Wissen schaffen und verbreiten. Wir organisieren hochkarätige Foren für kritische Diskussionen über neue wissenschaftliche Erkenntnisse wie das Transatlantic Meeting of Labor Economists, das eine Brücke zwischen der europäischen und amerikanischen Arbeitsmarktforschung schlägt. Wir koordinieren die GLM|LIC-Initiative, die Forschungsprojekte in den ärmsten Regionen der Welt fördert und Impulse für deren Entwicklung liefert. Wir zeichnen herausragende Ökonominnen und Ökonomen mit dem IZA Prize in Labor Economics aus. Das Forschungsdatenzentrum des IZA (IDSC) hält für die Wissenschaft hochwertige Daten bereit und liefert so den Rohstoff für die empirische Arbeitsmarktforschung.

Den Wandel der Arbeit fest im Blick

Arbeit ist und bleibt die materielle und soziale Grundlage unseres Lebens, aber sie unterliegt einem stetigen Wandel. Mit seinen wissenschaftlichen Teams in Bonn erforscht das IZA, wie sich die Arbeitswelten und die Arbeitsmärkte verändern, und wie die institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen gestaltet sein müssen, um gute Beschäftigung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Wandel nachhaltig zu sichern. Die am IZA betriebene Forschung zur Zukunft der Arbeit ruht auf einer soliden theoretischen Basis, ist aber überwiegend empirisch orientiert. Wir arbeiten vor allem mit statistischen Evaluationsverfahren, kontrollierten Experimenten und verhaltensbasierten Simulationsmodellen. Bei seiner Forschung bindet das IZA Expertinnen und Experten aus seinem globalen Netzwerk ein und kooperiert mit Wissenschaftseinrichtungen wie der Universität Bonn und dem briq-Institut für Verhaltensökonomie und Ungleichheit.

Die auf die Zukunft der Arbeit gerichtete Forschung der IZA-Teams verteilt sich derzeit auf vier Themenschwerpunkte: (1) Wandel der Arbeitswelt, (2) Arbeitskräfte der Zukunft, (3) Nachhaltige Arbeitsmarktpolitik, (4) Arbeit und sozialer Ausgleich.

Wir geben der Arbeitsmarktforschung Zukunft

Wir engagieren uns dafür, dass sich junge Forscherinnen und Forscher mit  gesellschaftlich relevanten Arbeitsmarktproblemen beschäftigen. Im Netzwerk des IZA erhalten die besten von ihnen neben den etablierten Research Fellows als Research Affiliates gleichberechtigt Raum. Wir lernen von ihren Innovationen und geben ihren frischen Sichtweisen mehr Resonanz. Wir schaffen Foren, auf denen der wissenschaftliche Nachwuchs von erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern lernen kann, wie die jährliche IZA Summer School in Labor Economics. Mit dem Young Labor Economist Award zeichnen wir Forscherpersönlichkeiten aus, die schon im jungen Alter Außergewöhnliches für die Entwicklung der Arbeitsökonomie geleistet haben.

Das IZA rekrutiert exzellente junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die innovative Antworten auf Zukunftsfragen der Arbeit geben möchten und führende Positionen in der Arbeitsmarktforschung anstreben. Unser internationaler Arbeitsstab in Bonn erhält Struktur durch flexible Forschungsteams, die gemeinsam ein eigenständiges Arbeitsprogramm entwickeln und umsetzen. Versierte Leitungen führen die Teams und sorgen für eine gute Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Das IZA kooperiert mit renommierten Graduiertenschulen wie der Bonn Graduate School of Economics. Wir bieten unseren Research Associates ein dynamisches Umfeld, damit sie auf ihrem Karriereweg in der Arbeitsökonomie besser vorankommen, und die Chance, wertvolle Erfahrungen mit der Praxis von Wissenstransfer und Politikberatung zu sammeln.