IZA Prize Committee 2021

Die große Bedeutung des IZA Prize in Labor Economics drückt sich auch in der hochkarätigen Besetzung des IZA Prize Committee aus, dem mit George Akerlof (University of California, Berkeley), Gary Becker (University of Chicago), James Heckman (University of Chicago) und Joseph Stiglitz (Columbia University) bereits vier Träger des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften angehört haben. Die Mitglieder des IZA Prize Committee nehmen weder selbst an dem regulären Nominierungsverfahren teil, noch können sie von den IZA Research Fellows für diese Auszeichnung nominiert werden.

Aktuelle Mitglieder

 

Oriana Bandiera Oriana Bandiera ist Wirtschaftsprofessorin an der London School of Economics and Political Science (LSE) und Direktorin des dortigen Suntory and Toyota Centre for Economics and Related Disciplines (STICERD). Der Fokus ihrer Forschungsinteressen liegt auf Studien zu Verhaltensanreizen und deren Wechselwirkung mit sozialen Kontexten. Sie hat in American Economic Review, Econometrica und Quarterly Journal of Economics publiziert und ist als Co-Herausgeberin von Microeconomic Insights, Journal of Labor Economics und Economica tätig.

 

Richard Blundell ist Professor für Politische Ökonomie am University College London und Forschungsdirektor am Institute for Fiscal Studies, wo er auch das ESRC Centre for the Microeconomic Analysis of Public Policy leitet. Zu seinen Forschungsfeldern gehören unter anderem Ökonometrie, Mikroökonomie, Konsumverhalten sowie Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Blundell erhielt zahlreiche Wirtschaftspreise und wurde im Rahmen der Neujahrsehrungen 2014 für seine Leistungen im Bereich der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften von der britischen Königin in den Ritterstand erhoben.

 

George J. Borjas ist Pforzheimer Professor of Public Policy an der John F. Kennedy School of Government der Universität Harvard. Er ist außerdem Forschungsmitglied des National Bureau of Economic Research. Bevor er 1995 an die Universität Harvard wechselte, war er Professor für Wirtschaftswissenschaften an der University of California in San Diego. 1998 wurde er Fellow der Econometric Society und 2004 Fellow der Society of Labor Economists. Professor Borjas zählt zu den führenden Forschern im Bereich der Analyse von ökonomischen Migrationeffekten und hat über dieses Themengebiet zahlreiche Bücher und Forschungsartikel verfasst.

 

Pierre Cahuc wirkt als Wirtschaftsprofessor am Institut d'études politiques de Paris (Sciences Po). Von 2006 bis 2010 sowie 2012 bis 2016 war er als Mitglied des Conseil d‘Analyse Economique beratend für die französische Regierung tätig. Neben zahlreichen einflussreichen Forschungsarbeiten hat er als Co-Autor das Standardwerk "Labor Economics" verfasst. Cahuc ist zudem Co-Herausgeber des IZA Journal of Labor Economics und des Online-Kompendiums IZA World of Labor.

 

Claudia Goldin ist Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Harvard-Universität und Direktorin des NBER-Forschungsprogramms zur Entwicklung der US-Wirtschaft. An der Schnittstelle von Wirtschaftsgeschichte und Arbeitsmarktökonomik beschäftigt sie sich mit einem breiten Themenspektrum, von Sklaverei und Bürgerkrieg bis hin zur Rolle der Frau in der Wirtschaft und den Auswirkungen von technologischem Wandel und Bildung auf die soziale Ungleichheit.

 

Daniel S. Hamermesh ist Wirtschaftsprofessor am Royal Holloway College der University of London und Emeritus der University of Texas at Austin. Für seine wegweisende Forschung zur Arbeitsnachfrage erhielt er 2013 den IZA-Preis. Zu seinen weiteren Themen zählen Zeitverwendung, Diskriminierung, Sozialversicherung sowie ökonomische Analysen zu Aspekten wie Schlaf und Schönheit. Hamermesh ist seit 1998 Research Fellow des IZA und war von 2008 bis 2009 Forschungsdirektor. Seit März 2016 koordiniert er das IZA-Netzwerk, IZA World of Labor sowie das IZA-Preiskomitee.

 

 

 

 

Ehemalige Mitglieder

George A. Akerlof ist Wirtschaftsprofessor an der University of California, Berkeley. Bekannt ist er nicht zuletzt für seine interdisziplinären Arbeiten, in denen er soziologische, psychologische oder auch anthropologische Erkenntnisse zur Erklärung wirtschaftlicher Phänomene heranzog. Seine Forschungsschwerpunkte beinhalten Makroökonomie, Armut, Familie, Kriminalität, Diskriminierung, Geldpolitik und Deutsche Wiedervereinigung. Für seine Analyse der Märkte mit asymmetrischer Information erhielt er 2001 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften zusammen mit Joseph Stiglitz. Dem IZA-Preiskomitee gehörte Akerlof bis 2014 an.

 

Gary S. Becker war bis zu seinem Tode im Jahr 2014 Professor an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Soziologie der University of Chicago. Seine Forschungsschwerpunkte beinhalteten die Themen Gewohnheit und Sucht, Präferenzbildung, Humankapital sowie Bevölkerungswachstum. Den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften gewann er 1992 für seine Ausdehnung der mikroökonomischen Theorie auf einen weiten Bereich menschlichen Verhaltens und menschlicher Zusammenarbeit. Er gehörte dem IZA Prize Committee von 2002 bis 2004 an.

 

Rebecca M. Blank ist Kanzlerin der University of Wisconsin-Madison und ehemalige kommissarische Handelsministerin im Kabinett von US-Präsident Obama. Zuvor war sie Fellow der Brookings Institution in Washington und Dekanin der Gerald R. Ford School of Public Policy an der University of Michigan, wo sie auch das National Poverty Center leitete. Ihre Forschung konzentriert sich auf die Analyse wirtschaftspolitischer Strategien mit besonderem Fokus auf der Situation einkommensschwacher Familien.

 

Francine D. Blau ist Professorin für Industrie- und Arbeitsmarktforschung sowie Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Cornell University in den USA. Zudem war sie Präsidentin der Society of Labor Economists, der Labor and Employment Association, der Midwest Economics Association und Vizepräsidentin der American Economic Association (AEA). An der AEA war Professor Blau Vorsitzende des Komitees für den Status von Frauen in der Wirtschaftswissenschaft. Ihre Forschung konzentriert sich auf Geschlechterunterschiede, Lohnungleichheit und international vergleichende Arbeitsmarktanalysen.

 

Marco Caliendo ist Wirtschaftsprofessor an der Universität Potsdam und IZA-Programmdirektor für den Bereich Evaluation. Von 2009 bis 2011 war er IZA-Forschungsdirektor. Nach seiner Promotion an der Goethe-Universität Frankfurt war er unter anderem am University College London und dem DIW Berlin tätig. Zu seinen aktuellen Forschungsschwerpunkten zählen die Evaluation arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen, Selbständigkeit/Entrepreneurship, der Einfluss von Persönlichkeitseigenschaften auf ökonomische Ergebnisse, sowie angewandte Mikroökonometrie.

 

David Card ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der University of California in Berkeley und Direktor des Programms für Arbeitsmarktstudien am National Bureau of Economic Research. Von 1983 bis 1996 lehrte er an der Princeton University und bekam 1995 den John Bates Clark Prize der American Economic Association. Card war Mitherausgeber der Forschungszeitschriften Econometrica (1991-1995) und American Economic Review (2002-2005). Sein Forschungsinteresse umfasst die Themen Zuwanderung, Lohnentwicklungen sowie Bildungs- und Gesundheitspolitik.

 

Armin Falk ist Wirtschaftsprofessor an der Universität Bonn und IZA-Programmdirektor für Verhaltens- und Personalökonomie. Von 2003 bis 2007 war er am IZA als Forschungsdirektor tätig. Darüber hinaus leitet er das Bonner Laboratorium für experimentelle Wirtschaftsforschung und lehrt als Gastdozent an der Central European University (CEU) in Budapest. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Verhaltens- und Personalökonomie. Er gehörte dem IZA Prize Committee von 2004 bis 2007 an.

 

Corrado Giulietti ist Assistant Professor an der Universität von Southampton. Er war von März 2013 bis Januar 2016 Forschungsdirektor des IZA. Seine Forschung auf dem Gebiet der Arbeitsökonomie und der angewandten Ökonometrie konzentriert sich auf das Thema Migration. Schwerpunkte sind unter anderem die Determinanten von Zuwanderung, die Arbeitsmarkt- und Wohlstandseffekte von Migration, die Assimilation von Zuwanderern sowie die Schätzung von Wanderungsströmen.

 

James J. Heckman ist Wirtschaftsprofessor an der University of Chicago. Seine jüngsten Arbeiten beschäftigen sich unter anderem mit sozialpolitischen Maßnahmen, ökonometrischen Modellen, Arbeitsmarktökonomie sowie alternativen Modellen zur Einkommensverteilung. Er erhielt den Nobelpreis 2000 in Wirtschaftswissenschaften für die Entwicklung von Theorien und Methoden zur Analyse selektiver Stichproben. Er gehörte dem IZA Prize Committee 2002 und 2003 an.

 

Chinhui Juhn (B.A. Yale University, PhD University of Chicago) ist als Henry Graham Professor of Economics an der University of Houston tätig und zugleich NBER Research Associate. Ihr Forschungsfeld reicht von den Ursachen von Lohnungleichheit und den Auswirkungen von Lohnstrukturen auf Arbeitsmarktentwicklungen bis hin zu Fragen von Geschlechtergleichheit und dem Einfluss von Krankheiten und Sterblichkeit auf die Geburtenentscheidungen in Entwicklungsländern.

 

Shelly Lundberg ist Professorin für Arbeitsmarktökonomie an der University of California in Santa Barbara. Dort hat sie den Leonard Broom Endowed Chair in Demography inne und ist als stellvertretende Direktorin des Broom Center for Demography tätig. Außerdem ist sie außerordentliche Professorin an der Universität Bergen in Norwegen. Zuvor war sie Präsidentin und Forschungsmitglied der Society of Labor Economists und saß im Direktorium der Population Association of America. Ihre Forschungsarbeit beschäftigt sich in erster Linie mit Arbeitsmarktpolitik, Familienökonomie und den Faktoren wirtschaftlicher Ungleichheit.

 

Gerard A. Pfann Professor für Ökonometrie und Management an der Universität Maastricht und war von September 2001 bis Juli 2003 IZA-Forschungsdirektor. Darüber hinaus ist er Gründer und Direktor des Business Investment Research Center (BIRC) an der Universität Maastricht. Seine Forschungsinteressen beinhalten empirische Ökonometrie in der Arbeitsökonomie, Investitionsentscheidungen, Personalmanagement und Industrieökonomie. Er gehörte dem IZA Prize Committee 2002 und 2003 an.

 

Richard Portes ist Wirtschaftsprofessor an der London Business School. Darüber hinaus ist er Gründer und Präsident des Centre for Economic Policy Research (CEPR), Directeur d'Etudes an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales, Generalsekretär der Royal Economic Society und Vorstandsvorsitzender der Fachzeitschrift Economic Policy. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen internationale Makroökonomie, internationale Finanzen sowie Europäische Integration.

 

Nina Smith ist Wirtschaftsprofessorin an der Universität Aarhus, Dänemark. Neben ihrer universitären Laufbahn verfügt sie über umfangreiche Erfahrung als Wissenschaftsmanagerin und Mitglied zahlreicher Fachgremien in Forschung und Privatwirtschaft. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Arbeitsökonomie, Zuwanderung und Bildung.

 

Dennis J. Snower ist Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft. Bereits seit April 1998 ist er Research Fellow des IZA, für das er bis 2004 das Forschungsprogramm "Wohlfahrtsstaat und Arbeitsmarkt" leitete. Darüber hinaus ist er seit 1993 Fellow der Royal Society of Arts. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Arbeitsmarktfragen wie Lohnbildung, natürliche Arbeitslosenquote und Beschäftigungspolitik. Er gehörte dem IZA Prize Committee 2008 an.

 

Joseph E. Stiglitz ist Professor an der Columbia University, New York. Von 1997 bis 2000 war er Chefökonom der Weltbank und erhielt 2001 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften (zusammen mit George Akerlof). Stiglitz ist Mitbegründer der "Informationsökonomie" als Teilbereich der Wirtschaftswissenschaften und lieferte wichtige Forschungsbeiträge auf den Gebieten der Makroökonomie, Geldtheorie, Entwicklungsökonomie, Finanztheorie und Industrieökonomie sowie zur Wohlfahrtsökonomie und zur Einkommens- und Wohlstandsverteilung. Er gehörte dem IZA Prize Committee von 2005 bis 2007 an.

 

Jan Svejnar is Professor für Wirtschafts- und Staatswissenschaften sowie Direktor des International Policy Center an der University of Michigan. Darüber hinaus ist er Aufsichtsratsvorsitzender des Prager Forschungsinstituts CERGE-EI. Svejnar war 2008 Präsidentschaftskandidat der Tschechischen Republik. Zu seinen Forschungschwerpunkten zählen Arbeitsmarktfragen insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern. Er gehörte dem Preiskomitee von 2008 bis 2013 an.

 

Klaus F. Zimmermann war Gründungsdirektor des IZA. Er ist Wirtschaftsprofessor an der Universität Bonn, Honorarprofessor für Wirtschaftswissenschaften an der Freien Universität Berlin und der Renmin University of Peking sowie Editor-in-Chief des Journal of Population Economics. Er war Editor-in-Chief der IZA Journal Series. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten Arbeitsökonomie, Bevölkerungsökonomie, Migration, Industrieökonomie und Ökonometrie.