IZA - Der Berater als Störenfried: Anmerkungen zur wirtschaftswissenschaftlichen Politikberatung

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Der Berater als Störenfried: Anmerkungen zur wirtschaftswissenschaftlichen Politikberatung
von Klaus F. Zimmermann
(April 2009)
published in: Wirtschaftsdienst, 2 (2008), 101-107

Zusammenfassung:
Wirtschaftspolitische Entscheidungen sollten durch eine sorgfältige Beratung vorbereitet und begleitet werden. Kompetente Beratung seitens der unabhängigen Wissenschaft ist nötig, um einen nachhaltigen Politikansatz zu fördern und tendenziell kurzatmigen Lösungsversuchen entgegen zu wirken. Der vorliegende Beitrag analysiert die Stärken und Schwächen der wirtschaftswissenschaftlichen Beratungsstrukturen und plädiert für ihre systematische Stärkung. Dazu ist nicht zuletzt ein Bewusstseinswandel im Selbstverständnis von Politik nötig. Sie muss eine größere Bereitschaft zu Modellversuchen zur Vorbereitung flächendeckender Politikschritt aufbringen. Gesetze sollten deshalb nur auf Zeit erlassen werden, um sie im Zweifel leicht wieder zurücknehmen zu können, sollte die gedachte Wirkung ausweislich einer obligatorischen Evaluation nicht eingetreten sein. Nicht der Abfluss von Geld und die schlichte Durchführung einer Maßnahme ist ein Nachweis ihres Erfolgs, sondern ihr Bestand vor der kritischen, methodisch sorgfältigen und unabhängigen Erfolgskontrolle durch die Wissenschaft.

Text: Standpunkt Nr. 8  


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