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2012

Dezember 2012:
 

IZA läutet Jubiläumsjahr mit hochkarätigen Veranstaltungen in Washington und Berlin ein

Oben v.l.n.r.: R. Hormats, J. Ritzen
Unten v.l.n.r.: R. Hickel, K. F. Zimmermann, P. Clever
Anlässlich seines bevorstehenden 15-jährigen Jubiläums lud das IZA am 1. Dezember zahlreiche Netzwerkmitglieder, herausragende Arbeitsökonomen sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft aus dem Großraum Washington zu einer Festveranstaltung in die US-Hauptstadt ein. In Vorträgen und Podiumsdiskussionen beleuchteten rund zwei Dutzend Redner [siehe Programm] erfolgreiche Projekte und Kooperationen des IZA mit Partnerinstitutionen in Washington und aller Welt sowie die aktuellen und künftigen Herausforderungen der globalen Arbeitsmarktforschung. Als Gastredner referierte Robert D. Hormats (Staatssekretär für Wachstum, Energie und Umwelt im US-Außenministerium) zu den Chancen und Herausforderungen, die sich aus der neuen Rolle Chinas und Asiens für die transatlantischen Beziehungen ergeben [Volltext der Rede].

Am 6. Dezember würdigte Jo Ritzen (ehemaliger Bildungsminister der Niederlande, Vizepräsident der Weltbank und Präsident der Universität Maastricht) vor geladenen Gästen aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft die erfolgreichen Aktivitäten des IZA in unabhängiger Forschung und Politikberatung. Anschließend diskutierte IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann mit Peter Clever (Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände) und Rudolf Hickel (IAW, Universität Bremen) zum Thema "Agenda 2020 – Wie nachhaltig ist das deutsche Jobwunder?", welche Faktoren zur bemerkenswerten Krisenfestigkeit der deutschen Wirtschaft beigetragen haben und welche politischen Strategien notwendig sind, um den Arbeitsmarkt für den demografischen Wandel zu rüsten.

Lesen Sie auch (in PDF):
- Bericht 15 Jahre IZA
- Das IZA im Jahr 2012
- Ausgewählte Gastbeiträge von IZA-Direktor Zimmermann 2012
 

Andrew Oswald zurück an der Universität Warwick

A. Oswald
Andrew Oswald wird zum 31. Dezember 2012 nach knapp zweijähriger Tätigkeit als Foschungsdirektor des IZA wie geplant an die Universität Warwick zurückkehren, wo er seit vielen Jahren lehrt. Er ist einer der Spitzenforscher in der Arbeitsökonomie und hat durch seine Beiträge zur Lohnbildung, zum Unternehmertum, in der Glücksforschung und im Grenzbereich zu Psychologie und Medizin weltweit Anerkennung gefunden. Am IZA hat Oswald als profunder Denker und Kenner der zentralen wissenschaftlichen Debatten die Forschungsaktivitäten der Wissenschaftler stimuliert sowie Seminare und Gastwissenschaftler betreut. Er bleibt dem Institut als Research Fellow weiter verbunden. Das IZA ist mit seinen temporären Arbeitskontrakten ein Netzwerk und Durchlauferhitzer für die Wissenschaft. IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann: "Dass wir Ökonomen der Klasse von Andrew Oswald im Fellownetzwerk haben und immer wieder zeitweise an uns enger binden könnnen, macht uns stolz. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm."
 

Hilmar Schneider zum Leiter des CEPS in Luxemburg berufen

H. Schneider
Hilmar Schneider wird neuer Generaldirektor des renommierten Centre d'Études de Populations, de Pauvreté et de Politiques Socio-Economiques (CEPS/INSTEAD) in Luxemburg. Er wird sein Amt im April 2013 antreten. Seit mehr als einem Jahrzehnt hat er als Direktor Arbeitsmarktpolitik die arbeitsmarktpolitische Arbeit des IZA geprägt. Er zeichnet verantwortlich für zahlreiche Studien zur Wirksamkeit arbeitsmarktpolitischer Instrumente, den Auswirkungen des Steuer- und Transfersystems auf das individuelle Erwerbsverhalten sowie zu den Konsequenzen des demographischen Wandels auf den Arbeitsmarkt. Hilmar Schneider ist ein anerkannter Wissenschaftler, der es wie kaum ein anderer versteht, wissenschaftliche Erkenntnisse klar verständlich zu formulieren und in praktische Politikempfehlungen zu übersetzen. IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann wertet die Berufung Schneiders als Bestätigung für die Erfolgsgeschichte des IZA: "Beim IZA weiß man, wie Wissenschaftsprozesse organisiert werden müssen, um Spitzenleistungen zu erzielen. Hilmar Schneider ist ein hervorragender Wissenschaftler, der interdisziplinär denken kann und ein sicheres Gespür für relevante Themen besitzt. Wir wünschen ihm für seine neue Aufgabe allen erdenklichen Erfolg."

November 2012:
 

Oktober 2012:
 

IZA-Expertise für World Development Report 2013

Der neue World Development Report 2013 der Weltbank richtet erstmals sein Augenmerk ganz auf die Bedeutung der Arbeitsmärkte für die globale Entwicklung und Armutsbekämpfung. Zu Recht konstatiert der Report: „Jobs sind der Schlüssel zur Reduzierung von Armut, zur Funktion urbaner Lebenszentren und zur Vermeidung von Gewaltbereitschaft unter arbeitslosen Jugendlichen“. Diese Perspektive korrespondiert mit der umfangreichen IZA-Agenda zu dieser Thematik. Mit seinen drei Forschungsprogrammen zu „Beschäftigung und Entwicklung“ (in Kooperation mit der Weltbank), zu „Wachstum und Arbeitsmärkten in Entwicklungsländern“ (in Kooperation mit der britischen Regierung) und zu „Arbeitsmärkten in Transformations- und Schwellenländern“ ist das IZA hier besonders stark engagiert.

IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann: „Der Paradigmenwechsel, den der aktuelle World Development Report vornimmt, war längst überfällig. Die Schaffung und Stabilisierung von Arbeitsplätzen auf den regulären Arbeitsmärkten, aber auch in der informellen Ökonomie, ist für die Zukunft von zentraler Bedeutung.“

Die Einschätzungen des World Development Reports gründen sich auch auf eine Untersuchung des IZA im Auftrag der Weltbank: Ein Team von IZA-Experten unter Leitung von IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann und des stellvertretenden IZA-Direktors Arbeitsmarktpolitik, Werner Eichhorst, legte eine umfangreiche Hintergrundstudie zu den Perspektiven der Berufsausbildung und Beschäftigung von Jugendlichen vor. Angesichts weltweit verbreiteter, hoher Jugendarbeitslosigkeit betont die Studie – und ihr folgend der World Development Report – , wie notwendig verstärkte Anstrengungen zur Modernisierung der (dualen) Berufsausbildung wie auch der akademischen Bildung sind. Die IZA-Studie plädiert unter anderem für einen größeren Beitrag der Privatwirtschaft im Rahmen der universitären Ausbildung, um auf diese Weise einen stärkeren Praxisbezug der Ausbildungsinhalte herzustellen. Gleichzeitig fordern die Experten, international mehr Flexibilität in den (dualen) Ausbildungszweigen zu schaffen, um sie besser an die sich wandelnden Anforderungen der Arbeitsmärkte anpassen zu können. Besondere Aufmerksamkeit muss der Studie zufolge dem informellen Sektor zukommen, der in vielen Entwicklungsländern eine wichtige treibende Kraft der wirtschaftlichen Entwicklung darstellt. Die Studie skizziert Wege zur besseren Verzahnung von informeller und formaler Ausbildung und Beschäftigung.

IZA und Weltbank betreiben gemeinsam mit anderen Partnern die Jobs Knowledge-Plattform im Internet; hier wird die Rolle von Jobs für die ökonomische Entwicklung thematisiert und diskutiert.

Weitere Informationen:

 

Neue IZA- Studie fordert Minijob-Reform

Die geringfügige Beschäftigung nimmt in Deutschland deutlich zu. Seit der Erweiterung der rechtlichen Spielräume im Jahr 2003 stiegt die Zahl der Minijobber von 4,2 Millionen (Ende 2002) auf 7,4 Millionen im Jahr 2011. Davon üben knapp 2,5 Millionen einen Minijob im Nebenerwerb aus. Vor allem im Niedriglohnsektor, dabei insbesondere in Branchen wie der Gastronomie und dem Einzelhandel, sank gleichzeitig die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

Das IZA hat im Auftrag der Bertelsmann Stiftung eine Analyse dieses Trends vorgenommen. Die Untersuchung zeigt deutliche Fehlanreize der geltenden Rechtslage auf, die insbesondere dann nachteilige Wirkung entfalten, wenn die Einkommensgrenze von 400 Euro überschritten wird und darüber hinaus gehendes Einkommen sehr hohen Grenzsteuersätzen unterliegt. Gerade für Zweitverdiener stellen Minijobs faktisch eine erhebliche Hürde für den substanziellen (Wieder-)Einstieg in das Erwerbsleben dar.

Die Studie plädiert für Reformen sowohl der Minijob-Bestimmungen als auch der Einkommensteuer (Ehegattensplitting) und ermittelt stark positive Arbeitsmarktwirkungen entsprechender Politikkorrekturen. Dies gilt vor allem für Reformen, die an beiden Stellen gleichzeitig ansetzen, so dass Zweitverdiener, insbesondere verheiratete Frauen, ihre Erwerbstätigkeit und Arbeitszeit ausweiten.

Lesen Sie dazu:
- Studie im Volltext
- Berichterstattung im Handelsblatt


September 2012:
 

IZA-Preis 2012 an den britischen Ökonomen Richard Blundell überreicht

Richard Blundell | Klaus F. Zimmermann
Am 22. September überreichte IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann den diesjährigen IZA Prize in Labor Economics an den britischen Ökonomen Richard Blundell für seine zukunftsweisenden Analysen von Arbeitsmärkten und Politikreformen. Die feierliche Preisverleihung fand im Rahmen der vom IZA in Bonn ausgerichteten Jahrestagung der European Association of Labour Economists (EALE) statt.

In seinen bekanntesten Forschungsarbeiten untersucht Richard Blundell, wie sich Änderungen in der Steuergesetzgebung auf das Arbeitsangebotsverhalten der Haushalte auswirkt. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Einkommensungleichheit. Indem er methodische Innovationen mit scharfsinniger Datenanalyse und pointierten Politikvorschlägen kombiniert, ist er Wissenschaftlern in aller Welt ein Vorbild. "Blundell hat die evidenzbasierte Politikberatung entscheidend vorangetrieben. Seine wegweisenden Analysen zu den Arbeitsmarktwirkungen von Steuerreformen sind auch für Deutschland hochaktuell", so Zimmermann.

Richard Blundell ist Professor für Politische Ökonomie am University College London und Forschungsdirektor des Institute for Fiscal Studies in London. Er studierte Wirtschaftswissenschaften und Statistik an der University of Bristol und der London School of Economics. Blundell amtierte bereits als Präsident der wichtigsten Ökonomenverbände und fungierte als Mitherausgeber führender Fachzeitschriften wie Econometrica. Darüber hinaus war er maßgeblich am 2011 vorgestellten "Mirrlees-Bericht" beteiligt, einem radikalen und umfassenden Steuerreformkonzept für Großbritannien. Einige der darin enthaltenen Vorschläge finden sich auch in einem von IZA-Wissenschaftlern entwickelten Steuermodell für Deutschland wieder, das auf von Blundell mit entwickelten Simulationstechniken basiert.

[mehr über den IZA-Preis]
 

Ministertreffen in Stockholm: Deutschland und Schweden sollen Reformmotor in Europa werden

IZA-Experten fordern europaweite Initiative für flexibleren Arbeitsmarkt

In Stockholm diskutierten Finanzminister Wolfgang Schäuble und sein schwedischer Amtskollege Anders Borg am 7. September, was andere Länder aus den Erfahrungen Deutschlands bei der erfolgreichen Bewältigung der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise lernen können.

Zur Eröffnung der Tagung im Rosenbad Conference Centre erklärte IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann: "Deutschland blickt zurück auf die größte Arbeitsmarkt- und Sozialreform seiner Nachkriegsgeschichte, deren Konzept vor zehn Jahren vorgestellt wurde. Das deutsche Reformpaket lehnte sich auch an Maßnahmen an, die zuvor in skandinavischen Ländern entwickelt und erprobt worden waren. Darin zeigt sich die Bedeutung einer europaweiten Lerngemeinschaft zur Sicherung unserer gemeinsamen Zukunft. Heute ist der Erfolg dieser in Deutschland zunächst sehr umstrittenen Maßnahmen weltweit anerkannt. Es ist gelungen, mehr Flexibilität in der Arbeitswelt einerseits mit dem notwendigen Maß an sozialer Sicherheit andererseits zu verbinden. So ist Deutschlands Beschäftigungslage nicht nur krisenfester geworden, sondern kann jetzt auch die demografischen Herausforderungen besser meistern. Ähnlich hat auch Schweden seine Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik etwa im Bereich der staatlichen Transferleistungen reformiert. Mit Arbeitslosenquoten von jeweils rund sieben Prozent liegen beide Länder in diesem Jahr deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 10,2 Prozent. Auch die übrigen europäischen Staaten sollten jetzt diesen erfolgreichen Beispielen folgen und ihre Anstrengungen für eine Liberalisierung und Aktivierung ihrer Arbeitsmärkte erhöhen. Dabei können Schweden und Deutschland durchaus als Blaupause dienen, auch wenn jedes Land seinen spezifischen Bedingungen Rechnung tragen muss."

IZA-Programmdirektor Marco Caliendo ging in seinem anschließenden Diskussionsbeitrag auch auf die Ursachen der hohen Jugendarbeitslosigkeit in weiten Teilen Europas ein: "In vielen Ländern ist die berufliche Ausbildung nicht ausreichend entwickelt. Hier besteht ein großer Reformbedarf, für den das deutsche Konzept der dualen Ausbildung in Betrieb und Schule als Modell dienen könnte. Ebenso verstärkt werden muss die Bereitschaft zur selbstständigen beruflichen Tätigkeit, denn hier liegt der Schlüssel für mehr Wirtschaftswachstum. Deshalb sollte auch mehr Nachdruck auf Programme für junge und ältere Existenzgründer gelegt werden."

 

IZA-Fellow Kaushik Basu zum Chefökonom der Weltbank ernannt

Die Weltbank hat IZA Research Fellow Kaushik Basu zum Chefvolkswirt ernannt. Der Wirtschaftsprofessor an der renommierten Cornell University war zuletzt als Berater des indischen Finanzministeriums tätig. Sein neues Amt wird er im Oktober antreten.

Basu promovierte an der London School of Economics und gründete 1992 das Centre for Development Economists an der Delhi School of Economics. Zudem ist er Gründungsmitglied der Madras School of Economics. Gastprofessuren brachten ihn unter anderem nach Harvard und Princeton sowie an die London School of Economics und das MIT. Dem IZA-Forschernetzwerk gehört Bazu seit 2006 an. Seine zahlreichen Veröffentlichungen, darunter einige Beiträge zur IZA-Diskussionspapier-Reihe, reichen von Entwicklungs- und Arbeitsmarktthemen bis hin zu Finanz- und Staatswissenschaften. Bei der IZA/Weltbank-Konferenz zu Beschäftigung und Entwicklung, die in diesem Jahr in Delhi stattfindet, wird Basu die Keynote-Rede halten.

IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann: "Mit Kaushik Basu hat die Weltbank eine exzellente Wahl getroffen. Als herausragender Wissenschaftler, der selbst aus einem Entwicklungsland stammt und neben seinen akademischen Meriten auch langjährige Erfahrung in der Politikberatung mitbringt, wird er zweifellos wichtige Akzente setzen."
 

IZA-Direktor Zimmermann bei EALE 2012: Euro-Krisenstaaten brauchen zehn Jahre Zeit

Nach Einschätzung von IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann brauchen die notwendigen Reformen in den Euro-Krisenstaaten zehn Jahre Zeit, bis sie wirken. "Wir müssen aufgrund der Erfahrungen anderer Länder, insbesondere Deutschlands, davon ausgehen, dass es ein Jahrzehnt dauern kann, bis die begonnenen Maßnahmen in Ländern wie Griechenland, Italien oder Spanien umfassend greifen und die 'Reformrendite' spürbar wird. Wir stehen also vor einem langfristigen Umbruch", erklärte Zimmermann am Donnerstag zum Auftakt der dreitägigen Jahreskonferenz der European Association of Labour Economists (EALE 2012) in Bonn.

Auf Einladung des IZA beraten anlässlich der größten europäischen Tagung von Arbeitsökonomen mehr als 450 internationale Fachleute im Kongresszentrum am ehemaligen Regierungssitz in rund 80 Einzelveranstaltungen und fast 400 Vorträgen Reformstrategien sowie aktuelle Fragen und Trends auf den globalen Arbeitsmärkten, darunter die Vor- und Nachteile von Frauenquoten in Führungspositionen, die Bedeutung der Zeitarbeit und die Umbrüche auf dem Arbeitsmarkt Chinas.

Zimmermann betonte zur Kongresseröffnung: "Was wir jetzt in Europa brauchen, ist eine umfassende Agenda für einen wirklich flexiblen, offenen europäischen Arbeitsmarkt. Nur mit einer größeren Dynamik auf unseren Arbeitsmärkten und mit besseren Beschäftigungschancen in den aktuellen EU-Krisenstaaten haben wir wieder bessere Perspektiven für Wachstum und sozialen Wohlstand auf unserem Kontinent insgesamt. Je flexibler der Arbeitsmarkt, desto stärker kann sich die Wirtschaft nach einer Krise wieder erholen. Eine Währungsunion funktioniert letztlich nur, wenn mit ihr auch ein offener Arbeitsmarkt einhergeht. Dies ist die Lektion, die wir derzeit mühsam und bitter zu lernen haben."

Flexible Arbeitsmärkte seien die Voraussetzung für internationale Wettbewerbsfähigkeit, so Zimmermann. "Gelingt ihre Sicherung im Kontext der Reformpolitik, dann wird die europäische Währungsunion gestärkt aus der Krise kommen." Allerdings, so der Wirtschaftswissenschaftler, seien die einzelnen Staaten Europas noch sehr unterschiedlich aufgestellt. "Umso wichtiger ist der Erfahrungsaustausch, wie wir zentrale Arbeitsmarktreformen insbesondere in den Krisenstaaten zielorientiert voranbringen können." Die ökonomische Forschung könne viel dazu beitragen, diese schwierige Phase des Reformprozesses zu befördern und zu unterstützen.
 

IZA-Fellow Tilman Brück zum SIPRI-Direktor ernannt

Das renommierte Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI hat Professor Dr. Tilman Brück zum neuen Direktor ernannt. Er wird sein Amt am 1. Januar 2013 antreten. Tilman Brück ist Entwicklungsökonom und international anerkannter Experte für die wirtschaftswissenschaftliche Analyse von Frieden, Sicherheit und dem Wiederaufbau in der Nachkriegszeit. Derzeit ist er Professor für Entwicklungsökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Leiter der Abteilung für Entwicklung und Sicherheit am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Professor Brück hat umfassend zur Rolle von Konflikten als Hindernis wirtschaftlicher Entwicklung publiziert. Er hat auch maßgeblich die Aufmerksamkeit von Wissenschaft und Politik auf die Rolle von Individuen und Privathaushalten in Kriegssituationen gelenkt. Mit 42 Jahren ist er der jüngste Direktor in der Geschichte von SIPRI und seit 1991 der erste Deutsche in dieser Position.

Tilman Brück ist seit 2005 Research Fellow des IZA und hat neben zahlreichen IZA-Diskussionspapieren auch maßgeblich zu Fachkonferenzen im Rahmen des IZA-Forschungsschwerpunkts Beschäftigung und Entwicklung beigetragen. IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann begrüßte die Ernennung Brücks zum SIPRI-Direktor: "Tilman Brück ist ein hervorragender Ökonom mit großen Verdiensten, dessen Forschungsarbeiten an den Schnittstellen von Wirtschaft, Arbeit, Sicherheit und Entwicklung angesiedelt sind und der nach Antworten auf die drängendsten Politikfragen der globalisierten Welt sucht. Seine Ernennung ist eine große Auszeichnung für ihn selbst und auch eine große Ehre für Deutschland. Ich wünsche ihm in dieser wichtigen Funktion viel Erfolg."
 

Erfolgreich in Washington DC

Für die Vertiefung der transatlantischen wissenschaftlichen Beziehungen hat DIW DC, eine unabhängige, gemeinnützige wissenschaftliche Einrichtung amerikanischen Rechts, in den vergangenen sechs Jahren Erhebliches geleistet (Bericht). Nach Erreichung der gesetzten Ziele hat jetzt die Leiterin der Einrichtung, Dr. Amelie Constant, beschlossen, die Tätigkeit der Institution in Washington im Sommer 2012 einzustellen, um sich künftig wieder mehr auf ihre Forschungs- und Lehrtätigkeit konzentrieren zu können (Erklärung und Würdigungen).

Das IZA dankt DIW DC und Dr. Constant für die jahrelange effektive Zusammenarbeit, die auch zu einer intensiven Vernetzung des Bonner Instituts in Washington beigetragen hat. Das IZA hat in Washington inzwischen zahlreiche Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen abgeschlossen, darunter mit der Weltbank und der Georgetown University, und unterhält in der US-Hauptstadt sein größtes lokales Forschernetzwerk in der Welt.

Mit Dr. Constant wird das IZA auch künftig in Forschung und Politikberatung eng zusammenarbeiten. So übernahm sie kürzlich die Aufgabe des IZA-Programmdirektors für den Forschungsbereich Migration, die Position eines Ko-Editors der neu mit dem Springer-Verlag herausgegebenen Fachzeitschrift IZA Journal of Migration und arbeitet als Mitherausgeber des neuen IZA International Handbook on the Economics of Migration beim Verlag Edward Elgar, England.

August 2012:
 

Research in Labor Economics: Aktueller Band analysiert informelle Beschäftigung

Informelle Beschäftigung in Transformations- und Schwellenländern ist der aktuelle Themenschwerpunkt der renommierten, vom IZA mit herausgegebenen Publikationsreihe Research in Labor Economics (RLE). Insbesondere in Regionen mit niedrigem Durchschnittseinkommen findet ein Großteil der wirtschaftlichen Aktivität auf informellen Arbeitsmärkten statt. Entsprechend gering ausgeprägt sind Arbeitsschutz und soziale Sicherung. Die im aktuellen RLE-Band gebündelten Studien analysieren die unterschiedlichen Ausprägungen und Konsequenzen informeller Beschäftigungsverhältnisse, die Rolle von Arbeitsmarktinstitutionen sowie mögliche regulierende Eingriffe der Politik.

- Mehr Informationen zu RLE
- Inhalt der aktuellen Ausgabe
 

Ein Ethikkodex für die internationale Arbeitsmarktforschung

Das IZA begrüßt die Absicht des Vereins für Socialpolitik (VfS), der Vereinigung der Ökonomen im deutschsprachigen Raum, einen Ethikkodex zu beschließen, der durch Transparenz mögliche Interessenskonflikte aufdeckt und so die Objektivität der Wissenschaft sichert. Auf Basis von Vorschlägen einer international besetzten Kommission hat das IZA bereits im April einen eigenen Ethikkodex entwickelt, im Netzwerk zirkuliert und online veröffentlicht.

International hat die Initiative viele positive Reaktionen hervorgerufen und ist bereits von weiteren Institutionen aufgegriffen worden. Im Vordergrund der Debatte steht die Frage nach den Finanzierungsquellen der Wissenschaftler und ihrer Einrichtungen. Es geht aber auch um potenzielle Abhängigkeiten durch Verbindungen zu gesellschaftspolitischen Positionen. Kurz: Ökonomen sollen frei von Restriktionen forschen und beraten können.

Als in Deutschland ansässiges und als gemeinnützig anerkanntes Forschungsinstitut mit globalem Forschungs- und Beratungsauftrag ist das IZA auch das größte Forschernetzwerk von Ökonomen, das Beiträge von rund 1200 Wissenschaftlern aus 45 Ländern zusammenführt und kommuniziert. So sind seit 1998 beispielsweise über 6800 IZA-Diskussionspapiere erschienen.

Durch seine Konstruktion ist das IZA in einzigartiger Weise unabhängig und transparent. Dank einer soliden Grundfinanzierung durch die Deutsche Post-Stiftung ist es unabhängig von Auftragsforschung und unterliegt in seiner wissenschaftlichen Arbeit und Beratungsaktivität keinen Vorgaben und Auflagen. Daneben wirbt das Institut Forschungs- und Beratungsaufträge von Stiftungen, Ministerien und anderen internationalen Institutionen ein. Die Netzwerkwissenschaftler finanzieren ihre Forschung allerdings eigenständig. Das IZA übernimmt hier nur die Koordination und Kommunikation. So reflektiert der Forschungsoutput des IZA den breiten Stand arbeitsmarktökonomischen Denkens und Wissens auf der Welt mit alternativen wissenschaftlichen Ansätzen. Auf die Förderung durch die Deutsche Post-Stiftung wird bereits auf der IZA-Homepage und in allen Diskussionspapieren hingewiesen. Spezielle Förderungen werden im jeweiligen Kontext genannt.

Lesen Sie dazu die IZA-Pressemitteilung vom 27. August 2012.

 

IZA Policy Fellow Norbert Walter verstorben

Norbert Walter †
Mit großer Bestürzung haben wir die Nachricht vom plötzlichen und unerwarteten Tod unseres Policy Fellows Norbert Walter aufgenommen.

Norbert Walter gehörte zu den Gründungsmitgliedern des IZA-Policy-Fellow-Netzwerks und war dem Institut eng verbunden. In der Öffentlichkeit wurde er vor allem durch seine Tätigkeit als Chefvolkswirt der Deutsche Bank Gruppe und Geschäftsführer der Deutsche Bank Research bekannt. In diesen beiden Funktionen war er fast 20 Jahre von 1990 bis 2009 tätig.

Bevor er 1987 zur Deutsche Bank wechselte, leitete der studierte Volkswirt die Abteilungen Konjunktur und Ressourcenökonomik am Kieler Institut für Weltwirtschaft. Nach seinem altersbedingten Ausscheiden bei der Deutsche Bank gründete er 2010 die WALTER & TÖCHTER Consult, für die er bis zuletzt tätig war. Norbert Walter war ein unbeirrbarer und erfrischend streitbarer Geist. Seine überaus zahlreichen Publikationen, Vorträge und Medienauftritte waren geprägt von seiner außergewöhnlichen rhetorischen Begabung.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Das IZA wird sein Andenken in Ehren halten.

Juli 2012:
 

Olivier Deschenes zum IZA-Programmdirektor "Umwelt und Beschäftigung" ernannt

O. Deschenes
Der renommierte Umwelt- und Arbeitsökonom Olivier Deschenes (University of California, Santa Barbara) koordiniert seit 1. Juli 2012 als Programmdirektor den neu geschaffenen IZA-Forschungsschwerpunkt "Umwelt und Beschäftigung". Der Kanadier gilt als ausgewiesener Experte für die ökonomischen Folgen des Klimawandels und die Arbeitsmarkteffekte von Klima- und Energiepolitik. Er wurde an der Princeton University promoviert und ist neben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit an der University of California auch als Kodirektor des dortigen Zentrums für Energie- und Umweltökonomie (UCE3) tätig.

IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann: "Mit dieser hochkarätigen Besetzung unterstreicht das IZA den Stellenwert des neu geschaffenen Forschungsschwerpunkts zur 'Green Economy'. Welche Chancen und Risiken die Veränderungen der Umwelt und unsere technologischen Antworten darauf für die internationalen Arbeitsmärkte mit sich bringen werden, bedarf intensiver Analysen. Gemeinsam mit Olivier Deschenes wollen wir diese Aufgabe übernehmen."
 

IZA-Direktor Zimmermann: Transatlantischer Binnenmarkt ist das große Zukunftsprojekt

John F. Kennedy:
"Wir betrachten ein starkes
vereintes Europa nicht als Rivalen,
sondern als einen Partner"
Als Konsequenz aus den aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrisen fordert IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann einen strategischen Schulterschluss zwischen den USA und Europa. "Gerade die labile, verflochtene Weltwirtschaft braucht einen verlässlichen Anker. Nur mit einer gemeinsamen Strategie können Europa und Amerika wieder zur globalen Wachstumslokomotive werden. Erst recht kann der Aufbau einer neuen Weltwirtschaftsordnung nur im engen Schulterschluss der beiden westlichen Bündnispartner gelingen", schreibt Zimmermann in einem Beitrag für DIE WELT (4. Juli 2012).

Vor diesem Hintergrund fordert er die zügige Realisierung eines umfassenden Freihandelsabkommens zwischen EU und USA. Dadurch, so Zimmermann, ließe sich das Bruttoinlandsprodukt auf beiden Seiten des Atlantiks um bis zu drei Prozent befeuern – es wäre also ein nachhaltiges Wachstumsprogramm. Allerdings sei, 50 Jahre nachdem John F. Kennedy am 4. Juli 1962 erstmals eine "transatlantische Partnerschaft der Gleichen" gefordert habe, der Weg dazu immer noch weit. In wichtigen Themenfeldern hätten sich die Gegensätze sogar eher verschärft, vor allem in der Haushalts-, Konjunktur- und Energiepolitik. Nicht wenige in Washington setzten zudem auf eine globale Machtverschiebung vom Atlantik zum Pazifik.

Dessen ungeachtet sind die USA und Europa laut Zimmermanns Analyse heute der Eckpfeiler der globalen Wirtschaft: Ihre wechselseitigen Geschäfte machen inzwischen rund ein Drittel des gesamten Welthandels mit Waren und rund 40 Prozent des globalen Dienstleistungsvolumens aus. Rund sieben Millionen US-Arbeitnehmer sind heute bei europäischen Firmen beschäftigt, während etwa sechs Millionen Europäer ihren Arbeitsplatz einem US-Investor verdanken.

Klaus F. Zimmermann: "Spätestens nach den Wahlen in den USA muss die Idee John F. Kennedys wieder ganz oben auf die Agenda. Europa und Amerika müssen zu einer ökonomischen Verantwortungsgemeinschaft zusammenwachsen, die der globalen Welt Orientierung liefert. Ein gemeinsamer transatlantischer Binnenmarkt ist ihr Zukunftsprojekt. Es gibt kaum andere Weltregionen mit so vielen gemeinsamen Interessen wie Europa und die Vereinigten Staaten von Amerika."
 

Einfach, effizient und gerecht: Steuerreformkonzept des IZA

Eine Reform, die den Steuertarif vereinfacht, die Einkommensungleichheit senkt und das ohne die Staatsverschuldung zu erhöhen? Ob Bierdeckel-, Kirchhof- oder Stufentarif – immer wieder sind Reformvorschläge für das deutsche Steuersystem daran gescheitert, dass sie nicht alle drei Ziele gleichzeitig erreichen konnten. Eine aktuelle IZA-Studie zeigt, wie sich dieser Zielkonflikt überwinden lässt.

Kernelement des Reformkonzepts ist die Zusammenlegung der progressiven Einkommensteuer mit den bislang regressiv wirkenden Sozialversicherungsabgaben. Die komplizierte Tarifformel wird durch einen einfacheren Stufentarif ersetzt sowie zahlreiche Steuervergünstigungen und Ausnahmetatbestände abgeschafft. Anstelle des Ehegattensplittings, das es für Frauen unattraktiv macht zu arbeiten, tritt eine einkommensunabhängige Steuergutschrift für Familien mit Kindern, die zugleich Kindergeld und Kinderfreibetrag ersetzt. Die unteren und mittleren Einkommensgruppen werden entlastet - nur die oberen 10 Prozent werden stärker belastet. Rund eine halbe Million neue Jobs könnten so entstehen. Die Staatsverschuldung würde nicht weiter steigen, sondern könnte durch Bürokratieabbau sogar mittelfristig gesenkt werden.

Lesen Sie dazu:
- IZA-Pressemitteilung (23.07.2012)
- Berichterstattung im Handelsblatt
- Studie im Volltext

Juni 2012:
 

Jo Ritzen und Hiwon Yoon mit renommiertem Buchpreis ausgezeichnet

Die koreanische Akademie der Wissenschaften hat das Buch "A Chance for European Universities" von Professor Jo Ritzen (IZA und Universität Maastricht) als beste internationale Neuerscheinung des Jahres 2011 gewürdigt. Die koreanische Übersetzung von Professor Hiwon Yoon (Seoul National University) wurde im Rahmen der Initiative „Supporting the selection and distribution of outstanding books“ prämiert. Der mit rund 10.000 Euro dotierte Buchpreis gilt in Korea als wichtigste Auszeichnung auf diesem Gebiet.


[Weitere Informationen zum Buch "A Chance for European Universities"]
 

Das Journal of Population Economics wird 25!

Das vom IZA herausgegebene Journal of Population Economics feiert sein 25-jähriges Bestehen. Die Zeitschrift der von IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann zeitgleich mit begründeten European Society for Population Economics (ESPE) leistet seit 1988 einen wichtigen Beitrag zur Stärkung dieses Teilgebiets der Wirtschaftswissenschaften. Der Stellenwert der Bevölkerungsökonomie wird unter dem Eindruck des heraufziehenden demografischen Wandels künftig noch weiter an Bedeutung gewinnen. Die im Journal im Verlauf eines Vierteljahrhunderts publizierten Forschungsbeiträge zeigen die ganze Leistungsvielfalt der Bevölkerungsökonomie und ihr breites thematisches Spektrum. Das Journal of Population Economics wird vom Netzwerk der IZA Research Fellows substanziell unterstützt.

Die Anzahl der eingereichten Arbeiten ist über die Jahre hinweg stetig gestiegen und liegt gegenwärtig bei über 400 pro Jahr. Auf rund 1500 Seiten werden jährlich rund 60 Artikel publiziert, wobei die Dauer bis zur Veröffentlichung bei weniger als einem Jahr liegt. Die zunehmende Reputation hat auch den "Impact-Factor", mit dem der Einfluss des Journals innerhalb der Wissenschaft gemessen wird, kontinuierlich ansteigen lassen. Im Jahr 2010 betrug der Zwei-Jahres-Impact-Faktor 0,948, womit die Zeitschrift im Social Sciences Citation Index (SSCI) an 116. Stelle von insgesamt 305 gelisteten Zeitschriften geführt wurde. Im Juni 2012 lag das Journal im RePEc Aggregate Ranking unter den 1093 erfassten wirtschaftswissenschaftlichen Fachzeitschriften auf Platz 65.

Im Rahmen einer Feierstunde während der ESPE-Jahrestagung in Bern ehrte Katharina Wetzel-Vandai im Namen des Springer-Verlags Klaus F. Zimmermann als Editor-in-Chief und Erdal Tekin als weiteren Vertreter des Herausgebergremiums für ihre Verdienste um das Journal.
 

IZA-Direktor Zimmermann: EU-Gipfel soll Anreizprämien für nachhaltige Reformen und Beschäftigung beschließen

Bis zum Jahr 2020 will die Europäische Union knapp 18 Mio. zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Die Einzelheiten dazu sollen auf dem Beschäftigungs- und Wachstumsgipfel der Staats- und Regierungschefs am 28. und 29. Juni in Brüssel beschlossen werden. Im Vorfeld des Treffens hat IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann für die Umsetzung dieses Ziels weitere Maßnahmen vorgeschlagen. So sollen im künftigen Stabilitäts- und Wachstumspakt neben strengeren Kontrollmechanismen für ausgeglichene Haushalte auch Anreize zur Beschäftigungsentwicklung geschaffen werden.

In einem Gastbeitrag für die Financial Times Deutschland (26. Juni 2012) erläutert Zimmermann: "Zu denken ist dabei an die Förderung von Innovationen in den Schlüsselbranchen der Zukunft, wie etwa Energie, Gesundheit, Mobilität und Informationstechniken. Fortschritte bei der Flexibilisierung der Arbeitsmärkte sowie der nachhaltigen Schaffung neuer Jobs könnten prämiert werden: Jüngere müssen früher und besser in Arbeit gebracht werden, Ältere sollten länger in Beschäftigung bleiben und die weibliche Erwerbsquote muss weiter steigen. Auch eine weitere Liberalisierung der Dienstleistungsbranchen verspricht noch Job-Potenziale, ebenso wie die Förderung von Selbständigkeit und Existenzgründungen." Bei entsprechender Konzentration der Mittel sei durchaus noch Geld für Anreizprämien vorhanden. So liegen in den EU-Strukturfonds rund 80 Mrd. Euro, die bislang nicht abgerufen wurden.


Mai 2012:
 

Das Wachstum der Zukunft ist weiblich: IZA zeigt Präsenz auf der "women&work" Messe in Bonn

IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann begrüßt die Durchführung der "women&work" Messe am 5. Mai in Bonn. In seinem Grußwort, das als IZA Standpunkte No. 48 erschienen ist, macht er deutlich, dass es einer stärkeren Aktivierung des Potenzials weiblicher Erwerbspersonen bei gleichzeitiger Steigerung der Geburtenrate bedarf, um den deutschen Arbeitsmarkt demografiefest zu machen. In diesem Zusammenhang käme der Schaffung besserer Betreuungsangebote eine Schlüsselrolle zu. Neben dem IZA-Direktor fungiert Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen als Schirmherrin der Messe.

"Jede Frau, die beruflich nicht in die Position kommt, für die sie qualifiziert ist, kostet uns Wachstum. Deshalb fordert das IZA seit langem, die verschiedenen familienpolitischen Leistungen in Deutschland von jährlich rund 200 Milliarden Euro stärker auf die frühkindliche Betreuung zu konzentrieren, um diesen Frauen bessere Berufsperspektiven zu bieten", so Zimmermann. Das IZA ist mit einem eigenen Stand auf der Messe vetreten und informiert die Teilnehmerinnen unter anderem über verschiedene aktuelle und vielbeachtete IZA-Publikationen zum Thema. Dazu zählen eine Studie zu den Effekten der Einführung des Betreuungsgeldes (IZA DP No. 6440), der Abschlussbericht des Pilotprojektes "Anonymisierte Bewerbungsverfahren" (IZA RR No. 44) und eine Studie zum Erwerbspotenzial von Frauen und Müttern in Deutschland (IZA RR No. 39). Neben der Forschung zum Thema setzt sich das IZA auch mit anderen Maßnahmen für die Förderung weiblicher Nachwuchswissenschaftlerinnen ein. So stieß der erst kürzlich erfolgreich durchgeführte Workshop "Women and Research" auf sehr positive Resonanz.
 

Beitrag von IZA-Direktor Zimmermann zum Nachhaltigkeitstag 2012 der Deutsche Post DHL

Wie können wir die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Politik und gemeinnützigen Organisationen im Sinne nachhaltiger Ziele verbessern? Ist der Kapitalismus ein Auslaufmodell? Welche Auswirkungen hat der demografische Wandel auf unsere zukünftige Arbeitswelt? Über diese und weitere Fragen diskutierten am 3. Mai führende Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft auf Einladung der Deutsche Post DHL in Bonn. IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann, der ebenfalls auf dem von Cherno Jobatey moderierten Podium (siehe Webcast der Veranstaltung) vertreten war, beleuchtete die vielfältigen Herausforderungen des demografischen Wandels aus wissenschaftlicher Sicht und plädierte in diesem Zusammenhang für eine beschäftigungsorientierte "Agenda für den demografischen Aufbruch".

Lesen Sie dazu auch den Beitrag von Klaus F. Zimmermann auf der Blog-Seite Delivering Tomorrow:
"Der Arbeitsmarkt in der alternden Gesellschaft"

April 2012:
 

Vibrant Europe Forum ruft zur Stärkung Europas auf

In einem gemeinsamen Aufruf fordern hochrangige europäische Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft dazu auf, die Lethargie in Europa zu überwinden und die EU vor allem durch Reformen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zu stärken. Zu den Erstunterzeichnern der Deklaration gehört auch IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann. Das "Vibrant Europe Forum (VEF)" wurde auf Initiative des ehemaligen Bildungsministers der Niederlande und Weltbank-Vizepräsidenten Jo Ritzen gegründet, der als Senior Advisor Policy auch eng mit dem IZA zusammenarbeitet, Die VEF-Initiative möchte einen Beitrag dazu leisten, die europäischen Strukturen zu revitalisieren.

Lesen Sie mehr:

- VEF-Pressemitteilung
- VEF-Declaration "A Vibrant Europe for the People"
- VEF Homepage
 

Deutsches Pilotprojekt zu anonymisierten Bewerbungen: Vorstellung des Abschlussberichtes in Berlin

IZA-Direktor Zimmermann in den ARD-Tagesthemen
Mit der Anonymisierung von Bewerbungsverfahren kann unbewusster oder bewusster Diskriminierung erfolgreich entgegengewirkt werden. Zu diesem Ergebnis gelangt ein Pilotprojekt der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), das durch das IZA und die Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt an der Europa-Universität Viadrina (KOWA) wissenschaftlich begleitet wurde. IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann stellte die Projektergebnisse heute gemeinsam mit ADS-Leiterin Christine Lüders in Berlin vor und verwies dabei auf den hohen volkswirtschaftlichen Schaden durch die Benachteiligung einzelner Bewerbergruppen auf dem Arbeitsmarkt.

An dem Pilotprojekt wirkten zahlreiche Unternehmen und Organisationen freiwillig mit, die ihre Bewerbungsverfahren entsprechend auf anonymisierte Abläufe umstellten. Die Untersuchungen des IZA verdeutlichen, dass nach der Anonymisierung von Merkmalen wie Name, Geschlecht, Alter und Herkunft sowie dem Verzicht auf ein Bewerbungsfoto tatsächlich Chancengleichheit unter den Bewerbenden herrscht. Innerhalb der anonymisierten Bewerbungsverfahren haben also potenziell benachteiligte Gruppen die gleiche Chance auf eine Einladung zu Vorstellungsgespräch oder Eignungstest. Gleichzeitig zeigt das Projekt, dass in Organisationen, die ohnehin bereits Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt ergriffen hatten, anonymisierte Verfahren nur ein begrenztes Potenzial entfalten konnten.

"Empirische Studien belegen nach wie vor ein erhebliches Ausmaß von Diskriminierung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Durch diese teils verdeckten, teils ganz offenen Benachteiligungen wichtiger gesellschaftlicher Gruppen werden wertvolle Potenziale verschenkt. Insbesondere die Ungleichbehandlung von Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund und älteren Arbeitnehmern verursacht große volkswirtschaftliche Schäden. Diese Ressourcenvernichtung können wir uns künftig, gerade auch im Blick auf den wachsenden Fachkräftemangel, nicht mehr leisten – ganz abgesehen von den ethischen und gesellschaftspolitischen Aspekten fehlender Chancengleichheit", erklärte Klaus F. Zimmermann bei der Präsentation der Forschungsergebnisse in Berlin.

Lesen Sie dazu:
- IZA-Pressemitteilung vom 17. April 2012
- Abschlussbericht des Pilotprojekts (PDF, 2.8 MB)
- Berichterstattung Süddeutsche Zeitung vom 17. April 2012
- IZA Research Report No. 27 "Anonymisierte Bewerbungsverfahren"
- IZA DP No. 6100 "Anonymous Job Applications of Fresh Ph.D. Economists"
- IZA DP No. 4741 "Ethnic Discrimination in Germany's Labour Market: A Field Experiment"
 

15-jähriges Jubiläum der IZA Summer School in Labor Economics

Seit 1998 richtet das IZA jährlich seine erfolgreiche European Summer School in Labor Economics aus, um talentierte Doktoranden mit etablierten Wissenschaftlern aus dem IZA-Netzwerk zu bringen. Pro Jahr erhalten etwa 35 ausgewählte Promotionsstudenten die Gelegenheit, im Konferenzzentrum der Deutschen Post in Buch am Ammersee ihre eigenen Forschungsideen zu präsentieren und in informellem Rahmen zur Diskussion zu stellen.

Für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses hat diese Veranstaltungsreihe weltweit neue Maßstäbe gesetzt. Von den bereits über 500 Absolventen der IZA Summer School ist ein Großteil inzwischen erfolgreich in der Wissenschaft tätig und zählt zu den besonders engagierten Netzwerkmitgliedern des IZA.
Gemeinsam mit den Organisatoren des IZA begehen die Teilnehmer der diesjährigen IZA Summer School das 15-jährige Jubiläum. In seiner Ansprache erklärte IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann: "Mit der European Summer School will das IZA qualitativ hochwertige, politikorientierte Arbeitsmarktforschung fördern und die klügsten Köpfe mit ihren innovativen Ideen für die vielfältigen Aktivitäten des IZA gewinnen. Wir sind überaus dankbar für die wichtigen Anregungen, die wir über die Jahre erhalten haben." Zimmermann würdigte darüber hinaus die hervorragende Arbeit der IZA-Wissenschaftler, die als Organisatoren der IZA Summer Schools maßgeblich zu deren Erfolg beigetragen haben: Thomas Bauer (RWI, Universität Bochum und IZA; 1998-2003), Ana Rute Cardoso (IAE Barcelona und IZA; 2003-2008), Konstantinos Tatsiramos (University of Leicester und IZA, 2008-2011), und Anne Gielen (Universität Rotterdam und IZA; seit 2011).

März 2012:
 

IZA-Forschungsdirektor Andrew Oswald auf Vortragsreise in Australien und Asien

Im Februar 2012 war der kommissarische IZA-Forschungsdirektor Andrew J. Oswald an verschiedenen Universitäten in Australien und Asien zu Gast. Neben Vorträgen an der Melbourne University und der Monash University hielt er die SER Distinguished Public Lecture an der NTU University in Singapur (Foto) sowie die Gruen Public Lecture zum Thema "Herd Behaviour and Keeping up with the Joneses" [Präsentation zum Download] an der Australian National University in Canberra. Oswald zählt zu den Pionieren der ökonomischen Glücksforschung. Im Rahmen seiner Vortragsreise erläuterte er unter anderem den Zusammenhang zwischen Glück und Arbeitsproduktivität her und referierte zu den biologischen Faktoren der Lebenszufriedenheit.
 

Humboldt-Forschungspreis für IZA-Fellow Daniel S. Hamermesh

Daniel S. Hamermesh
IZA Visiting Research Fellow Daniel S. Hamermesh (University of Texas at Austin) ist mit dem Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet worden. Der Preis würdigt den prägenden Einfluss renommierter Wissenschaftler auf ihr jeweiliges Fachgebiet. Mit dem Preisgeld werden Forschungsvorhaben der Preisträger in Deutschland unterstützt.

Hamermesh zählt zu den weltweit führenden und besonders innovativen Arbeitsökonomen, der in seiner Disziplin beständig neue Akzente setzt. Mit dem IZA ist er seit dessen Gründung 1998 eng verbunden. Als Programmdirektor koordinierte er ein Jahrzehnt lang den IZA-Forschungsschwerpunkt "Zukunft der Arbeit", bevor er für zwei Jahre den Posten des Forschungsdirektors übernahm. Die von ihm maßgeblich gestalteten IZA/SOLE Transatlantic Meetings gehören zu den Flagschiffen des IZA-Veranstaltungsangebots. In den vergangenen Jahren war Hamermesh regelmäßig für mehrere Monate am IZA zu Gast, wo er seine eigene Forschung vorantreibt und den Nachwuchswissenschaftlern des Instituts mit Rat und Tat zur Seite steht.

Seine Publikationen decken ein breites Themenspektrum ab und sind eine Quelle der Inspiration für die Wissenschaft. Auch dem interessierten Laien veranschaulicht Hamermesh durch seine Beiträge für den Freakonomics-Blog der New York Times die Relevanz der Volkswirtschaftslehre anhand von Beispielen aus dem täglichen Leben. International für Furore sorgte zuletzt sein Buch "Beauty Pays", in dem er körperliche Attraktivität als ökonomischen Faktor beschreibt und dessen Auswirkungen auf die Höhe des Gehalts analysiert (siehe dazu auch sein Interview mit Spiegel online).

IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann gratulierte Hamermesh zur Auszeichnung mit dem Humboldt-Forschungspreis und würdigte seinen Beitrag zur Erfolgsgeschichte des IZA: "Dan Hamermesh hat sich diesen Preis wie kaum ein anderer durch seine unglaubliche Kreativität und pulsierende wissenschaftliche Energie verdient. Wir sind ihm für seine bemerkenswerten Leistungen ebenso dankbar wie für seine ansteckende Fröhlichkeit, mit der er die wissenschaftlichen Herausforderungen stets anpackt. Für junge Wissenschaftler ist es immer eine Freude, mit ihm zusammenzuarbeiten. Das IZA wird diese dynamische Kooperation mit Hamermesh auch weiterhin fortsetzen."
 

IZA baut Nachwuchsförderung aus: IZA@DC Young Scholar Program

Ausgewählten Promotionsstudenten von Universitäten außerhalb der USA bietet das IZA in Zukunft einmal im Jahr die Gelegenheit zu einem intensiven Austausch mit IZA-Fellows aus dem Raum Washington, DC. Das in Kooperation mit der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Georgetown University und dem dortigen Georgetown Center of Economic Research (GCER) ausgerichtete IZA@DC Young Scholar Program beinhaltet neben Vorträgen führender Arbeitsökonomen die Möglichkeit zur informellen Diskussion eigener Forschungsvorhaben mit den Experten. Koordinator des einwöchigen Programms ist der renommierte Georgetown-Professor Francis Vella.

"Das IZA legt seit jeher besonderen Wert auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Mit diesem neuen Programm bieten wir jungen Forschern eine einmalige Chance, die Forschungslandschaft der US-Hauptstadt kennenzulernen, wertvolle Kontakte zu knüpfen und gemeinsame Forschungsprojekte anzustoßen", erläutert IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann.

Die aktuelle Ausschreibung für das IZA@DC Young Scholar Program, das erstmals vom 22.-26. Oktober 2012 stattfinden wird, finden Sie unter:
www.iza.org/conference_files/YSP2012


Januar 2012:
 

IZA World of Labor: Neue Einblicke in die Welt der Arbeit - Bloomsbury und IZA beginnen einmalige Kooperation

Klaus F. Zimmermann | Nigel Newton
In London und Bonn haben Bloomsbury Publishing PLC, der weltweit operierende britische Verlag, der auch "Harry Potter" publiziert, und das IZA, das über ein globales Netzwerk von über 1,100 Wissenschaftlern in 40 Ländern verfügt, den Abschluss eines langfristigen Kooperationsabkommen bekannt gegeben. Gemeinsam wollen sie durch eine Internetplattform und durch ein gedrucktes Kompendium das kondensierte Wissen der Ökonomie über die Arbeitsmärkte für Fachleute, Entscheidungsträger und die breite Öffentlichkeit verfügbar machen.

Die Online-Plattform "IZA World of Labor" wird kostenlos zur Verfügung stehen und nach Fertigstellung in rund 500 Einzelthemen den für Entscheidung zuständigen Persönlichkeiten Hilfestellungen geben. Die Weltbank hat zugesagt, dieses Projekt durch ihre Erfahrung und durch Mitarbeit zu unterstützen. Ein Advisory Board wird die wissenschaftliche Unabhängigkeit und fachliche Kompetenz des Nachschlagewerks sicherstellen.

Klaus F. Zimmermann, Direktor IZA, Bonn: "Mit diesem einzigartigen Projekt ermöglichen wir einem weltweiten Publikum eine fortlaufende und grundlegende wissenschaftliche Information über eines der wichtigsten Themenfelder unserer Zeit. Die wachsende Komplexität der internationalen Verflechtungen und globalen Abhängigkeiten verlangen auch neue Wege einer modernen und sachgerechten Darstellung. Dies wollen wir mit dem neuen Portal leisten."

Bloomsbury-Chef Nigel Newton, London: "Wir sind sehr stolz auf die Partnerschaft mit diesem hervorragenden Forschungsinstitut. Wir freuen uns darauf, unsere großen Erfahrungen mit digitalen Publikationen mit dem Know-how des IZA verbinden zu können. So können wir Entscheidungsträgern rund um die Welt äußerst reichhaltige und zuverlässige Informationen zum Thema Arbeits-markt zur Verfügung stellen."
 

Georgetown University und IZA unterzeichnen Kooperationsabkommen

Am 24. Januar 2012 haben Francis Vella, Professor, Chair of the Economics Department & Villani Chair in Economics, und Gerald Mara, Dean of the Graduate School & Associate Provost, Research, of Georgetown University, mit IZA Direktor Klaus F. Zimmermann in der Georgetown University in Washington, DC, einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Vella ist auch langjähriger Research Fellow des IZA und Ko-Direktor des neu gegründeten Georgetown Center for Economics Research (GCER) zusammen mit Professor Roger Lagunoff, der auch an der Unterzeichnungszeremonie teilnahm.

Das Kooperationsabkommen dokumentiert die intensive Zusammenarbeit der beiden Institutionen über die vergangenen Jahre und beschreibt die Aktivitäten, die sie in den nächsten Jahren gemeinsam verfolgen wollen. Dabei soll der Austausch von Forschern und Doktoranden gestärkt und die Teilnahme an Workshops und Konferenzen unterstützt werden. Die Partner werden sich für Forschung und Lehre engagieren und bei wirtschaftspolitischen Beratungsfragen zusammenarbeiten und sich dabei auch auf das Georgetown Center for Economic Research (GCER) stützen.
 

Preisverleihung beim traditionellen IZA-Empfang in Chicago

Anlässlich der Jahrestagung der Allied Social Science Associations (ASSA), die in diesem Jahr in Chicago stattfand, richtet das IZA traditionell einen Empfang für seine Netzwerkmitglieder und Freunde des Instituts aus. Seit einigen Jahren wird im Rahmen der Veranstaltung auch der Young Labor Economist Award verliehen. IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann überreichte die Auszeichnung für Nachwuchsarbeitsökonomen an die Verfasser der Studie "Gift Exchange and Workers' Fairness Concerns: When Equality Is Unfair" (erschienen 2010 im Journal of the European Economic Association). Stellvertretend für das vierköpfige Autorenteam, zu dem auch Johannes Abeler und Sebastian Kube zählen, nahmen Steffen Altmann und Matthias Wibral den Preis entgegen.
Ebenfalls im Rahmen des IZA-Empfangs wurden die IZA-Fellows Solomon Polachek (Binghamton University) und Konstantinos Tatsiramos (University of Leicester) mit dem "Leading Book Series Editors in the Emerald Literati Network 2011 Awards for Excellence" geehrt. Der Emerald-Verlag, vertreten durch Emma Whitfield, würdigte mit dem Preis die Verdienste der beiden Ökonomen um die Publikationsreihe "Research in Labor Economics", die seit einigen Jahren vom IZA mitherausgegeben wird.

Lesen Sie mehr:
- IZA Young Labor Economist Award
- Research in Labor Economics
 

© IZA  Impressum  Letzte Aktualisierung: 05.03.2014  webmaster@iza.org    |   Print View